Großgruppen-Moderations-Techniken eignen sich für Zeiten rapiden Wandels, der schnelle Anpassung auf breiter Basis erfordert. In wenigen Tagen werden Mitarbeiter für Veränderungen ihrer Organisation oder eines "Themas" mobilisiert. Regelmäßig werden auch Externe, wie zum Beispiel Zulieferer, Kunden, Träger, Patienten, Pflegepersonal, Ehemalige und andere eingeladen, die wertvolle Informationen mitbringen. Gruppen von 15 bis hin zu Tausenden von Personen planen gemeinsam ihre Zukunft. Dabei entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl sowie Motivation und Umsetzungsdynamik. Die breitgefächerte Wirkung erreicht alle Ebenen der Organisation. Großgruppentechniken sind wissenschaftlich fundiert und werden seit einigen Jahren auch in Deutschland erfolgreich angewandt.
Nach dem klassischen Modell gestalten in einer Zukunftskonferenz bis zu 72 Personen die Zukunft ihrer Organisation. Im Zentrum steht eine Zeitreise: Vergangenheit wird aufgearbeitet, Gegenwart resümiert, Zukunft geplant. Sechs Aufgaben werden wechselnd in Kleingruppen und im Plenum gelöst. Zukunftskonferenzen sind ein probates Werkzeug, wenn die Ziele einer Organisation oder ein strategisches Thema ausgestaltet werden sollen. Am Ende von zweieinhalb Tagen stehen konkrete Maßnahmen und neu motivierte Mitarbeiter.
Details zu "Zukunftskonferenzen"
Wenn die Führungsspitze Ziele, Werte oder strategische Veränderungen bereits erarbeitet hat, können diese auf einer RTSC-Konferenz vorgestellt und weiter entwickelt werden. Dabei können sehr viele Mitarbeiter gewonnen und aktiviert werden. Die mögliche Teilnehmerzahl beginnt etwa bei 40 und ist nach oben offen. Zwei bis drei Tage werden für eine RTSC-Konferenz veranschlagt. Im Unterschied zu anderen Großgruppen-Konferenzen sind externe Teilnehmer nur zeitweise als Inputgeber dabei.
Details zu "Real Time Strategic Change (RTSC)"
Open Space ist die freieste aller hier dargestellten Großgruppen-Moderations-Methoden. Die Führungsspitze gibt ein Thema vor, den Rest entwickeln die Teilnehmer in Freiwilligengruppen. Voraussetzungen dafür ist: Die Organisation besitzt die Fähigkeit, auch nachher Platz für weiterführende Maßnahmen zu lassen. Open Space kann angewendet werden zur Mobilisierung, zur Planung von Zielen, Neuorientierung und Reorganisation, Kundenorientierung, Führungskultur und ähnlichem mehr. Eine Open Space-Konferenz dauert zwischen zwei und vier Tagen.
Bei Appreciative Inquiry, auf Deutsch etwa „wertschätzendes Befragen", handelt es sich um ein ressourcen- und lösungsorientiertes Verfahren, um Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Mitarbeiter tauschen sich aus über brillante Momente, positive Ereignisse und Eigenschaften aus der Vergangenheit. Ihr Selbstvertrauen steigt und eine positive Sicht auf die Organisation entsteht. Sie bekommen Lust auf Zukunft und konzipieren gemeinsam Maßnahmen und Ziele auf der Grundlage ihrer vorhergehenden Erfolge. Sie erkennen Veränderung als ein Potenzial zur Selbstverwirklichung und sind motiviert, die Visionen und Ziele umzusetzen. Am Ende stehen konkrete Strategien und Maßnahmen.